Sklerallinsen

Immer mehr Patientinnen und Patienten, die neue Versorgungsmöglichkeiten bei stark irregulären Hornhäuten suchen, erhalten die Empfehlung, die neue Generation von Sklerallinsen zu nutzen.

Der Grund hierfür liegt in dem gegenüber den herkömmlichen Keratokonuslinsen komplett anderen Sitzverhalten der Sklerallinsen. Die Sklerallinsen schwimmen nicht wie die cornealen Contactlinsen auf dem Tränenfilm der Hornhaut, sondern sie sind im Durchmesser so groß, dass diese Linsen auf der Bindehaut aufliegen und die Hornhaut dabei überbrücken.

Bei genauer Betrachtung handelt es sich bei den Sklerallinsen jedoch nicht um eine neue Erfindung, vielmehr stellen sie eine Rückkehr an den Anfang der Contactlinsengeschichte dar. In den Anfängen der Contactlinsen wurden alle Contactlinsen mit diesem großen Durchmesser vom 15mm und mehr angepasst. Durch die damalige schlechte Sauerstoffversorgung für die Hornhaut und die schlechte Anpassungs- und Messtechnik ergaben sich jedoch deutliche Nachteile im Stoffwechsel der Hornhaut, weshalb die Linsen immer kleiner wurden und die Größe der `heutigen´ Contactlinsen erhielten.

Mit der neuen Generation von Sklerallinsen hat sich jedoch die Sauerstoffdurchlässigkeit des Materials deutlich verbessert, so dass die Versorgung der Hornhaut bzw. der Stoffwechsel kein Problem mehr darstellt. Auch die moderne Messtechnik und die Vielzahl an Anpassungs-möglichkeiten verhelfen der neuen Generation von Sklerallinsen zu ihrer heutigen Qualität.

Immer noch stellt die Anpassung von Sklerallinsen wegen des großen Durchmessers den Contactlinsen Spezialisten vor besondere Aufgaben und Herausforderungen. Durch die Teilnahme an zahlreichen Skerallinsen-Seminaren sowie die Vielzahl der Anpassungen von Sklerallinsen, die wir in unser spezialisierten Contactlinsen Praxis durchführen, können unsere Kundinnen und Kunden jedoch von einem großen Erfahrungsschatz auf diesem Spezialgebiet profitieren.

Besonders geeignet sind die Sklerallinsen bei folgenden Anwendungsgebieten:

  • Bei fortgeschrittenem Keratokonus, bei dem der Apex extrem vorgewölbt bzw. deszendiert ist und somit ein guter Linsensitz mit cornealen Keratokonuslinsen nicht gewährleistet werden kann
  • Bei einem Zustand nach einer Keratoplastik (Transplantat), bei der diese eine deutliche `Stufe´ vom Transpalantat zur eigenen Hornhaut aufweist.
  • Bei Graft-versus-Horst Reaktionen (GvHD)
  • Beim Steven-Johnson-Syndrom
  • Beim Sjörgen-Syndrom
  • Bei bullöser Keratpathie
  • Bei neurotropischen Hornhauterkrankungen
  • Beim ausgeprägtem pathlogischen Sicca-Syndrom

Weitere Infos erhalten Sie in einem kostenlosen Beratungsgespräch.