|
Die |
|||||
|
|
GeschichteDie Geschichte der Contactlinse Im Gegensatz zur Brille, deren Anfänge Ende des 13. Jh. In Venedig liegen, hat die Contactlinse eine wesentlich jüngere Geschichte. Die ersten gedanklichen Schritte in Richtung Contactlinse wurden erst 500 Jahre später gemacht. Die Anfänge
Bereits Anfang des 19.Jh. experimentierte Thomas Young in London mit einem
wassergefüllten Tubus, auf dem eine Linse befestigt war und den er mit
einer Wachsdichtung auf sein Auge setzte. |
||||
![]() Adolf Eugen Fick (1852-1937) mit seiner Frau |
1888 wurde die Doktorarbeit von Adolf Eugen Fick, Zürich, mit dem Titel:
„Eine Contactbrille“ veröffentlicht. Er experimentierte zunächst mit
Kaninchen, fertigte Gipsabdrücke von den Augen und ließ danach kleine
Glasschüsselchen blasen. |
![]() Ernst Abbe (1840-1905) |
|||
August Müller (1864-1949) |
Gleichzeitig und unabhängig von Fick erfand August
Müller in Kiel die Contactlinse. Sein Ziel war es eine vollkommenere
Sehhilfe als die Brille zu schaffen um seine eigene Kurzsichtigkeit (von
-14 dpt) zu korrigieren. |
Die Contactlinsen von A. Müller im Deutschen Museum |
|||
|
Diese ersten Linsen waren sehr groß (Sklerallinsen) und
schwer, sie ließen sich schwierig einsetzen und wurden schlecht vertragen.
Außerdem waren die Herstellungskosten sehr hoch, weil sich das Glas schwer
zu so dünnen Linsen verarbeiten ließ. Die Contactlinse konnte somit nicht
mit der Brille konkurrieren und wurde hauptsächlich bei seltenen
medizinischen Indikationen eingesetzt. Nur wenige Forscher fuhren mit der
Weiterentwicklung fort. |
|||||
![]() |
Entwicklung von der Sklerallinse (links) zur Corneallinse |
||||
|
Die Corneallinse schwimmt auf dem Tränenfilm und
bedeckt nur die Hornhaut (cornea). Sie ist dadurch wesentlich
verträglicher. In den folgenden Jahren
wurde die Passform der Linsen immer weiterentwickelt um sie noch
verträglicher zu gestalten Und 1958 entstand in Deutschland außerdem die
erste Bifokallinse. Neuere Entwicklungen Bis heute werden die Linsenformen und Materialien ständig weiterentwickelt und verbessert, was sich positiv auf den Tragekomfort und die Verträglichkeit auswirkt. Verbesserte Materialien
Bei den klassischen Weichlinsenmaterialien ist die
Sauerstoffdurchlässigkeit vom Wassergehalt abhängig. D.h. je höher der
Wassergehalt einer Linse ist, desto besser ist auch die
Sauerstoffdurchlässigkeit. Leider werden die Linsen durch den Wassergehalt
auch anfälliger gegen Verschmutzungen. Außerdem trocknen Sie während des
Tragens etwas aus, was sich auch negativ auf die Sauerstoffversorgung
auswirkt. |
|||||